Wie man zum Kern vordringt

Maximale Bohrtiefe
Bis zu einem Durchmesser von 30 mm ist die maximale Bohrtiefe zirka 1 bis 2 m, da die Bohrkronen aufrund des Anschlussgewindes mit 32 mm nicht verlĂ€ngert werden kann. GrundsĂ€tzlich ist es jedoch möglich, auch mehrere Meter tief zu bohren. Bei Bohrungen ĂŒber 450 mm Durchmesser und Bohrtiefen ĂŒber 50 cm mĂŒssen Vorbohrungen zum Kernbrechen oder aus GewichtsgrĂŒnden durchgefĂŒhrt werden.

Befestigung
Im Normalfall muss fĂŒr die Befestigung des BohrgerĂ€tes ein DĂŒbelloch gebohrt werden. Sollte dies nicht möglich sein, kann man das BohrgerĂ€t im Ziegelmauerwerk bis zu einem Durchmesser von 180 mm hĂ€ndisch fĂŒhren oder mittels einer Vakuumplatte auf ebenem Untergrund ansaugen. Bei vertikalen Bohrungen kann der BohrstĂ€nder mit Deckenstehern oder Gewicht eingespannt werden.

Staubfreie Bohrung
Die Staubentwicklung wird verhindert, da ja aus technischen GrĂŒnden die Bohrung naß erfolgen muss.
Dabei entsteht das so genannte „Bohrwasser“, das auf Wunsch abgesaugt wird, wenn es nicht versickern oder auftrocknen kann.
In fertig eingerichteten RĂ€umen werden so genannte „Absaugringe“ verwendet, damit Verunreinigungen weitestgehend vermieden werden. Völlig ausschließen kann man sie jedoch nie.

Platzbedarf
FĂŒr die Aufstellung bzw. Befestigung des BohrgerĂ€tes benötigen wir auf einer Seite der gewĂŒnschten Bohrung eine frei zugĂ€ngliche Stelle. Bei Bohrungen auf FlachdĂ€chern ist die WĂ€rmedĂ€mmung rund um das Bohrloch zu entfernen, damit das Bohrwasser nicht in diese eindringen kann.

WandbĂŒndiges Bohren
BĂŒndiges Bohren zur Wand bzw. ganz in die Ecken ist ab einem Durchmesser von 100 mm möglich.

Trockenbohrungen
Sie sind ein besonders heikles Thema. Sprechen Sie bitte daher mit uns vorab ĂŒber die Möglichkeiten.
Trockenbohrungen können in bestimmten AnwendungsfĂ€llen mittels Spezialbohrkronen durchgefĂŒhrt werden, die jedoch extrem teuer sind. Die Werkzeugkosten betragen zirka das Zehnfache gegenĂŒber herkömmlichen Werkzeugen. Es ist zu prĂŒfen, ob der Aufwand in Relation zum Nutzen sinnvoll ist.

Schlagbohrungen
Öffnungen bis zu einem Durchmesser von 60 mm können mit einem pneumatischen Bohrhammer hergestellt werden, der eine Schlag- und Drehbewegung ausfĂŒhrt. Durch die einfache Handhabung, die relativ geringe AbnĂŒtzung und den raschen Bohrfortschritt, ist die Schlagbohrung eine kostengĂŒnstige Alternative zur Kernbohrung. Ein weiterer Vorteil liegt auch in der OberflĂ€chenrauhigkeit des Bohrloches, das in Verbindung mit dem Mörtelanker benötigt wird.
Bewehrte Bauteile können jedoch nicht durchbohrt werden. Ein weiterer Nachteil ist die LÀrm- und Staubentwicklung.

 


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